Kurz gesagt: TERRA CLOUD Backup sichert Server und Arbeitsplätze über einen Agenten in ein deutsches Rechenzentrum. Die Sicherungen liegen verschlüsselt und doppelt in zwei Vaults, verwaltet wird alles über ein zentrales Portal. Mit einem lokalen Satellite wird daraus ein Hybrid-Backup, bei dem die Wiederherstellung direkt vor Ort läuft.
Stand: 03.11.2026
Wie ist TERRA CLOUD Backup aufgebaut?
Die Lösung besteht aus drei Bausteinen, die zusammenspielen:
- Agent: Läuft auf dem System, das gesichert werden soll, und führt die Sicherung aus. Es gibt Agenten für Windows, Linux, Hyper-V und vSphere. Der Agent baut die Verbindung von innen nach außen auf. Eingehende Firewall-Regeln oder NAT brauchst du dafür nicht.
- Portal: Die Verwaltungsoberfläche unter backup.terracloud.de. Hier legst du Jobs und Zeitpläne an, überwachst Sicherungen, richtest Benachrichtigungen ein und startest Wiederherstellungen. Das Portal ist mandantenfähig: Wir als Systemhaus arbeiten mit einer Parent-Site, jeder Endkunde bekommt eine eigene Child-Site.
- Vault: Der Datentresor, der die Sicherungen entgegennimmt und speichert. Jede Sicherung liegt redundant in einem primären und einem sekundären Vault.
Der Windows-Agent unterstützt Windows Server 2016 bis 2025 sowie Windows 10 (22H2) und Windows 11 (25H2). Für Linux gibt es Agenten unter anderem für Debian, Ubuntu, RHEL, Rocky, SLES und openSUSE.
Du kommst nicht weiter? Wir übernehmen das für dich, meist per Fernwartung. Ruf an: 0541 507 988 08, schreib uns oder buch ein Erstgespräch.
Wo liegen die Daten?
Der primäre Vault steht im Rechenzentrum in Hüllhorst (Nordrhein-Westfalen). Von dort werden die Daten in den sekundären Vault nach Düsseldorf repliziert. Der sekundäre Vault dient nur der Wiederherstellung, direkte Sicherungen dorthin sind nicht vorgesehen. Für Kunden in der Schweiz gibt es den gleichen Aufbau mit Seuzach und Frauenfeld.
Wichtig für den Schutz vor Ransomware: Einmal geschriebene Sicherungen (sogenannte Safesets) sind schreibgeschützt und lassen sich nachträglich nicht verändern. Wird ein Server verschlüsselt, bleiben die vorherigen Safesets intakt. Auf dem Vault werden die Daten außerdem komprimiert, abgerechnet wird aber nach der tatsächlich geschützten Datenmenge auf dem Quellsystem, nicht nach dem belegten Platz im Vault.
Wie läuft eine Sicherung ab?
- Wir installieren den Agenten auf dem Server oder Arbeitsplatz. Er registriert sich am Portal.
- Im Portal legen wir einen Backup-Job an. Möglich sind Sicherungen auf Dateiebene (File Level), als Abbild (Image Level) oder von Netzwerkfreigaben (UNC-Backup).
- Für jeden Job wird ein Verschlüsselungskennwort vergeben. Damit sind die Nutzdaten geschützt, bevor sie den Server verlassen. Das Kennwort darf höchstens 31 Zeichen lang sein und lässt sich für bestehende Safesets nicht nachträglich ändern.
- Ein Zeitplan steuert, wann der Job läuft. Zusätzlich kann ein Job jederzeit manuell gestartet werden. Auf Windows-Clients lässt sich die Sicherung auch beim Herunterfahren oder Starten auslösen.
- Das Portal überwacht die Jobs und verschickt auf Wunsch E-Mails bei Fehlern, Warnungen und erfolgreichen Sicherungen. Zusätzlich gibt es Berichte wie den „Statusbericht für Sicherung“.
Bei großen Datenmengen muss die erste Sicherung nicht über die Leitung laufen. Du kannst eine USB-Festplatte an TERRA CLOUD schicken oder die Daten über einen FTP-Zugang hochladen. Das Team spielt sie dann in den Vault ein.
Wie lange werden Sicherungen aufbewahrt?
Jeder Job bekommt einen Aufbewahrungstyp mit zwei Werten: Onlinespeicherung in Tagen und Anzahl der Onlinekopien. Ein Safeset gilt erst als abgelaufen, wenn beide Werte überschritten sind.
| Aufbewahrungstyp | Tage | Mindestens Safesets |
|---|---|---|
| Daily | 30 | 30 |
| 4xDaily | 10 | 40 |
| Monthly | 365 | 12 |
| Yearly | 3653 | 10 |
In den Paketen Basic und Standard sind bis zu 365 Tage Aufbewahrung möglich, mit Enterprise bis zu 10 Jahre. Pro Job sind 50 aktive Safesets enthalten, die Safesets 51 bis 60 bilden eine Pufferzone. Ab dem 61. Safeset wird Mehrverbrauch berechnet. Wird ein Paketlimit überschritten, bricht die Sicherung nicht ab, sondern das Paket wird hochgestuft.
Was ist ein Satellite?
Der Satellite ist ein physischer Server oder eine VM in deinem Netzwerk. Die Agenten sichern zuerst auf den Satellite, der die Daten dann nach Zeitplan in den Vault nach Hüllhorst repliziert. Das hat zwei Vorteile: Die Sicherung ist unabhängig von der Internetleitung, und eine Wiederherstellung läuft mit LAN-Geschwindigkeit direkt vom Satellite. Für langsame Anschlüsse empfiehlt TERRA CLOUD ausdrücklich dieses Hybrid-Backup. Ein dauerhafter Hybrid-Betrieb ohne Satellite ist nicht möglich, Hybrid-Pakete setzen außerdem das Enterprise-Add-on voraus.
Wie funktioniert die Wiederherstellung?
- Dateien und Ordner: Aus einer File-Level- oder Image-Level-Sicherung, mit Optionen wie „Vorhandene Daten überschreiben“ oder „Vorhandene Dateien umbenennen“.
- Ganze Volumes: Aus einer Image-Sicherung.
- Bare Metal Restore (BMR): Das komplette System inklusive Betriebssystem und Konfiguration wird über eine Restore-ISO neu aufgebaut. Mit ABSRT lassen sich solche Wiederherstellungen automatisiert testen.
- Anderes Ziel: Eine Wiederherstellung auf einen anderen Computer ist möglich.
Beim Hyper-V-Host empfiehlt TERRA CLOUD Agenten in den einzelnen VMs statt einer BMR-Sicherung des Hosts. Fällt der Host aus, wird er neu installiert und die VMs werden zurückgespielt.
So unterstützen wir dich
Team Data ist TERRA CLOUD Partner. Wir richten Agenten, Jobs und Aufbewahrung ein, binden auf Wunsch einen Satellite ein und überwachen die Sicherungen täglich. Vor Ort in Osnabrück und Umgebung oder per Fernwartung. Mehr dazu auf unserer Seite zu Backup und Wiederherstellung.
Häufige Fragen
Kann der Support ein vergessenes Verschlüsselungskennwort zurücksetzen?
Nein. Ohne das Kennwort lassen sich die damit erstellten Safesets nicht wiederherstellen. Prüfe, ob beim Anlegen ein Kennworthinweis hinterlegt wurde, und bewahre das Kennwort sicher auf.
Was passiert, wenn ich das Verschlüsselungskennwort ändere?
Der Agent startet mit dem neuen Kennwort eine neue Erstsicherung. Ältere Safesets bleiben nur mit dem alten Kennwort nutzbar.
Wie wird abgerechnet?
Die gespeicherte Datenmenge wird am 15. jedes Monats gemessen. Grundlage ist die geschützte Datenmenge auf dem Quellsystem, nicht die komprimierte Größe im Vault.
Kann ich die Sicherungen überwachen lassen?
Ja. Neben dem Portal gibt es Sensoren für Server-Eye und die Anbindung an TERRA Management. Wir nutzen das, um Fehler zu sehen, bevor sie zum Problem werden.
Quellen
- TERRA CLOUD Wiki: Backup (TERRA CLOUD, abgerufen am 03.11.2026)
- TERRA CLOUD Wiki: Backup FAQ (TERRA CLOUD, abgerufen am 03.11.2026)
