Spamfilter Fehlalarm: E-Mail bei Hornetsecurity melden

Kurz gesagt: Landet eine saubere E-Mail bei Hornetsecurity in der Quarantäne (False Positive), gibst du sie über den Quarantäne-Report oder im Control Panel über Email Live Tracking frei. Laut Hornetsecurity wird diese Freigabe selbst als Rückmeldung gewertet, der Filter lernt daraus. Kommt umgekehrt Spam durch (False Negative), meldest du die Mail an Hornetsecurity. Die Meldungen werden laut Hersteller etwa innerhalb eines Werktags verarbeitet.

Stand: 03.11.2026

Was ist ein False Positive und was ein False Negative?

Ein False Positive ist ein Fehlalarm: Eine legitime E-Mail, etwa die Rechnung eines Lieferanten oder die Anfrage eines Kunden, wird als Spam oder Bedrohung eingestuft und landet in der Quarantäne. Ein False Negative ist das Gegenteil: Eine Spam- oder Phishing-Mail wird als sauber eingestuft und erreicht das Postfach.

Beides passiert bei jedem Spamfilter. Entscheidend ist, dass du schnell reagieren kannst und der Filter aus dem Fall lernt. Bei Hornetsecurity sind laut Supportartikel die Rückmeldungen der Endanwender die wichtigste Quelle, aus der das System lernt.

Du kommst nicht weiter? Wir übernehmen das für dich, meist per Fernwartung. Ruf an: 0541 507 988 08, schreib uns oder buch ein Erstgespräch.

Woran erkennst du, warum eine Mail in der Quarantäne liegt?

Hornetsecurity unterscheidet laut Supportartikel drei Zustände:

  • Quarantäne (Quarantine): Ein Filter hat eine Bedrohung erkannt. Die Kategorie heißt „Threat“ beim Standardschutz vor Spam und Malware oder „AdvThreat“ bei Advanced Threat Protection. Der Grund steht in den Details der E-Mail. Nur diese Mails lassen sich freigeben.
  • Blockiert (Blocked): Die Mail wurde gar nicht erst angenommen, etwa weil die Absender-IP auf einer Sperrliste (RBL) steht. Hier gibt es nichts freizugeben, der Absender muss die Ursache beheben.
  • Abgelehnt (Rejected): Hornetsecurity hat die Mail als „Clean“ eingestuft, aber der eigene Mailserver hat sie abgelehnt. Den Grund findest du in den SMTP-Logs des Mailservers, nicht bei Hornetsecurity.

Bevor du also einen Fehlalarm meldest, prüfe im Email Live Tracking, ob die Mail wirklich in der Quarantäne liegt oder ob sie blockiert oder abgelehnt wurde.

Wie gibst du einen Fehlalarm frei und meldest ihn?

Quarantänierte E-Mails bleiben laut Hornetsecurity 90 Tage abrufbar, über den Quarantäne-Report oder direkt im Control Panel. Die Freigabe aus dem Quarantäne-Report wertet Hornetsecurity laut Supportartikel bereits als Meldung eines False Positive. So gehst du vor:

  1. Quarantäne-Report öffnen: Der Report kommt als E-Mail an die eigene Adresse und listet alle seit dem letzten Report quarantänierten Mails. Suche die betroffene Nachricht.
  2. Mail freigeben: Lass die Mail aus dem Report heraus zustellen. Sie landet danach im Postfach. Mit dieser Freigabe ist die Rückmeldung an Hornetsecurity ausgelöst.
  3. Alternativ im Control Panel: Melde dich im Control Panel an, öffne Email Live Tracking, suche die Mail und gib sie dort frei. Laut Hornetsecurity lassen sich quarantänierte Mails über beide Wege zustellen.
  4. Grund prüfen: Schau in die Details der Mail, welcher Filter angeschlagen hat. Liegt die Ursache beim Absender, etwa an einer schlecht konfigurierten Absenderdomain, hilft nur, dass der Absender das in Ordnung bringt. Sonst wiederholt sich der Fehlalarm.
  5. Bei Häufung melden: Trifft es denselben Absender immer wieder, nutze das Formular „Report False Negative/False Positive“ im Supportportal von Hornetsecurity oder öffne ein Ticket. Als Hornetsecurity Gold Partner übernehmen wir das für unsere Kunden.

Wie meldest du Spam, der durchgekommen ist?

Ein False Negative ist für Hornetsecurity schwieriger, weil die Mail technisch als sauber durchgelassen wurde. Laut Supportartikel darf Hornetsecurity solche Mails ohne gebuchte Archivierung nicht speichern. Melden kannst du sie trotzdem, auf demselben Weg wie oben: über das Meldeformular im Supportportal oder ein Ticket. Wichtig ist, die Originalmail mitzuschicken, nicht nur eine Weiterleitung des Textes, denn für die Analyse zählen die Kopfzeilen. Laut Hornetsecurity bekommst du zu einzelnen Mails keine konkrete Rückmeldung, die Fälle fließen aber innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums, etwa eines Werktags, in den Filter ein.

Wie stellst du den Quarantäne-Report sinnvoll ein?

Damit Anwender Fehlalarme selbst freigeben können, muss der Report ankommen. Laut Hornetsecurity:

  1. Im Control Panel unter Security Settings > Quarantine Report den Report aktivieren.
  2. Dort die Option „Allow users to set delivery times for their own quarantine reports“ einschalten, wenn Anwender die Zustellzeiten selbst wählen sollen. Alternativ legt der Admin sie pro Postfach unter Customer Settings > Mailboxes > Quarantine Report fest.
  3. Der Report wird nur versendet, wenn seit dem letzten Report neue Mails in der Quarantäne liegen, diese einer aktiven Kategorie entsprechen und der Benutzer im Control Panel angelegt und aktiv ist.

Statt einzelner Reports kann auch ein Sammelreport an eine Adresse gehen. Beides gleichzeitig geht laut Hornetsecurity nicht.

So unterstützen wir dich

Wir betreuen Hornetsecurity für Firmen in Osnabrück und Umgebung und per Fernwartung darüber hinaus: Quarantäne-Reports einrichten, Fehlalarme prüfen, wiederkehrende Fälle beim Hersteller melden und die Filterregeln anpassen. Mehr dazu auf unserer Seite Hornetsecurity Partner in Osnabrück.

Häufige Fragen

Wie lange bleibt eine Mail in der Quarantäne?

Laut Hornetsecurity 90 Tage. In dieser Zeit lässt sie sich über den Quarantäne-Report oder das Control Panel zustellen.

Reicht die Freigabe aus dem Report als Meldung?

Ja. Laut Supportartikel löst die Freigabe aus dem Quarantäne-Report die Rückmeldung an Hornetsecurity aus, das System lernt hauptsächlich aus solchen Freigaben.

Bekomme ich eine Antwort auf meine Meldung?

Nein, laut Hornetsecurity gibt es kein konkretes Feedback zu einzelnen Mails. Die Verarbeitung dauert etwa einen Werktag.

Warum kann ich eine blockierte Mail nicht freigeben?

Blockierte Mails wurden nie angenommen, es gibt also keine Kopie bei Hornetsecurity. Häufige Ursache ist ein RBL-Eintrag der Absender-IP. Der Absender muss die Entfernung von der Sperrliste beantragen.

Quellen