Kurz gesagt: In der TERRA CLOUD mietest du virtuelle Server (IaaS) im deutschen Rechenzentrum von Wortmann in Hüllhorst, statt eigene Hardware zu kaufen. Jedes IaaS-Paket hat als Basis eine virtuelle Securepoint-Firewall, über die du per VPN oder freigegebene Ports auf deine Systeme kommst. Verwaltet wird alles über das Cloud Center und das Technical Center.
Stand: 03.11.2026
Was ist IaaS in der TERRA CLOUD?
IaaS steht für Infrastructure as a Service: Du bekommst keine fertige Anwendung, sondern Rechenleistung, Arbeitsspeicher, Speicherplatz und Netzwerk als virtuelle Maschinen. Betriebssystem, Anwendungen und Daten richtest du darauf ein wie auf einem Server im eigenen Haus, nur dass die Hardware im Rechenzentrum steht. Die TERRA CLOUD ist das Cloud-Angebot der Wortmann AG, die auch die TERRA-Server und -PCs baut. Laut TERRA CLOUD Wiki laufen die virtuellen Maschinen auf Hyper-V, der Standort für Import und Export von Datenträgern ist das Rechenzentrum Hüllhorst in Ostwestfalen.
Für kleine Unternehmen ist das interessant, wenn der eigene Server in die Jahre kommt, der Serverraum fehlt oder die Mitarbeitenden von mehreren Standorten aus arbeiten. Du zahlst eine laufende Gebühr für das Paket, statt alle paar Jahre in Hardware zu investieren.
Du kommst nicht weiter? Wir übernehmen das für dich, meist per Fernwartung. Ruf an: 0541 507 988 08, schreib uns oder buch ein Erstgespräch.
Welche Rolle spielt die Securepoint-Firewall im Paket?
Das TERRA CLOUD Wiki formuliert es eindeutig: Die Basis einer IaaS-Umgebung besteht immer aus einer virtuellen Securepoint-Firewall. Sie sitzt zwischen Internet und deinen Servern und hat dafür zwei virtuelle Netzwerkschnittstellen, eine nach außen und eine in das interne Netz des Pakets. Weil eine Hyper-V-VM höchstens acht Netzwerkkarten haben kann, lassen sich hinter der Firewall bis zu sechs zusätzliche VLANs anlegen, etwa um Server und Terminalserver zu trennen.
Wichtige Punkte aus der Dokumentation:
- Vor der Bestellung muss im Technical Center eine Verknüpfung mit dem Securepoint-Reseller bestehen. Als Securepoint-Reseller übernehmen wir das für dich.
- Der VPN-Zugang läuft über Port 1194, die Weboberfläche der Firewall über Port 11115.
- Die initialen Kennwörter für VPN und Firewall solltest du direkt nach der Übergabe ändern und für die Weboberfläche eine Einmalkennwort-Anmeldung (OTP) einrichten.
- Bei Paketen mit nur einem vCore aktiviert TERRA CLOUD aus Stabilitätsgründen weniger Virenscanner auf der Firewall.
- Optional buchbar sind E-Mail-Schutz (Spamfilter mit Virenscanner) und Internet-Schutz (Content-Filter) der UTM sowie die Securepoint UMA zur Mailarchivierung.
Wie kommst du an deine Server?
- Melde dich im Technical Center (manage.terracloud.de) an. Dort siehst du deine virtuellen Maschinen.
- Für den Konsolenzugriff klickst du bei der VM auf Verbinden (Konsole) oder Verbinden (Browser). Das funktioniert auch, wenn das Netzwerk in der VM noch nicht steht.
- Im Alltag nutzt du den VPN-Tunnel der Firewall oder gezielt freigegebene Ports. Windows Server erreichst du dann per RDP mit dem vorbereiteten Benutzer Administrator, Linux per SSH als root. SSH musst du in der VM vorher freischalten.
- Für Windows-VDIs (virtuelle Arbeitsplätze) ist der Benutzer User vorbereitet, ebenfalls per RDP.
Cloud oder eigener Server: was passt zu dir?
Wir empfehlen die TERRA CLOUD nicht pauschal. Ein eigener Server bleibt sinnvoll, wenn große Datenmengen lokal verarbeitet werden, Maschinen oder Praxisgeräte direkt angebunden sind oder die Internetleitung am Standort schwach ist. Denn in der Cloud geht jeder Zugriff über die Leitung und den VPN-Tunnel.
Für die Cloud spricht, dass Hardware, Strom, Klimatisierung und Hypervisor beim Anbieter liegen und du Pakete anpassen kannst, ohne neue Hardware zu kaufen. Zwei Dinge solltest du aus der Dokumentation kennen: Paketänderungen beantragst du im Cloud Center unter Bestellungen und Konfiguration, sie werden manuell bearbeitet. Und Änderungen an CPU oder RAM erfordern eine Downtime der VM. Termine außerhalb der Geschäftszeiten lassen sich bis 16 Uhr am selben Werktag anfragen. Das ist also kein Knopfdruck-System wie bei Hyperscalern, dafür bekommst du deutsche Ansprechpartner und einen klaren Standort deiner Daten.
Wie kommen bestehende Server in die Cloud?
Für die Migration bietet TERRA CLOUD sogenannte Migration-VMs: leere virtuelle Maschinen ohne Betriebssystem, auf die du per FTP eine VHD- oder VHDX-Datei oder ein ISO überträgst. Die virtuellen Datenträger sind dynamisch, dürfen aber die bestellte Storage-Größe nicht überschreiten. Wichtig ist die richtige VM-Generation bei der Bestellung: Generation 1 arbeitet mit BIOS und unterstützt ältere Betriebssysteme, Generation 2 mit UEFI, Secure Boot und schnellerem Start. Nachträglich lässt sich das nicht ändern.
Für größere Datenmengen gibt es den Import per Festplatte: Pro VHD/VHDX sind maximal 6 TB möglich, als Richtwert nennt das Wiki für 1 TB mindestens sieben Stunden per HDD und mindestens fünf Stunden per FTP. Der Export einer VM erfordert einen schriftlichen Termin mit dem Cloud-Support, die VM muss dabei ausgeschaltet sein.
Was ist mit Backup?
Ein Server in der Cloud ist nicht automatisch gesichert. TERRA CLOUD bietet dafür das TERRA CLOUD Backup mit Bare-Metal-Restore (BMR) und File- oder Image-Sicherung. Mit einer BMR-Sicherung lässt sich beispielsweise eine Windows-10-VDI wiederherstellen, bevor sie auf Windows 11 umgestellt wird, denn ein direktes Upgrade ist bei VDIs laut Wiki nicht möglich. Daneben verweist die Dokumentation auf Veeam Data Protection und Carbonite Backup für Microsoft 365. Wir richten das Backup von Anfang an mit ein und prüfen die Wiederherstellung.
So unterstützen wir dich
Als TERRA CLOUD Partner und Securepoint-Reseller planen wir dein IaaS-Paket, bestellen es, konfigurieren die Firewall mit VPN und Regeln und migrieren deine Server. Für Unternehmen in Osnabrück und Umgebung kommen wir vorbei, entfernter arbeiten wir per Fernwartung. Details zu unseren Cloud-Leistungen findest du auf der Seite Cloud-Infrastruktur mit TERRA CLOUD. Für Managed IT gibt es planbare Monatspauschalen, Projekte rechnen wir nach Aufwand ab.
Häufige Fragen
Wo stehen meine Daten in der TERRA CLOUD?
Im Rechenzentrum der Wortmann AG in Hüllhorst, Nordrhein-Westfalen. Dorthin schickst du auch Festplatten für den Import großer Datenmengen.
Brauche ich eine eigene Firewall vor der Cloud?
Nein. Jedes IaaS-Paket enthält eine virtuelle Securepoint-Firewall als Basis. Am Standort reicht in der Regel ein Router oder eine Firewall, die den VPN-Tunnel aufbaut.
Kann ich das Paket später vergrößern?
Ja, über das Cloud Center unter Bestellungen und Konfiguration. Mehr CPU oder RAM erfordern eine kurze Downtime der VM, die du terminieren kannst.
Ist der Cloud-Server automatisch gesichert?
Nein. Das Backup ist eine eigene Leistung, zum Beispiel TERRA CLOUD Backup mit BMR- oder Image-Sicherung. Wir richten es mit ein.
Quellen
- IaaS: TERRA CLOUD Wiki (Wortmann AG, abgerufen am 03.11.2026)
