ESET PROTECT Cloud oder On-Prem: die Unterschiede

Kurz gesagt: ESET PROTECT gibt es als Cloud-Konsole, die ESET selbst betreibt, und als On-Prem-Variante auf deinem eigenen Server. Die Cloud-Version bringt mehr Funktionen mit, etwa Cloud MDM für Mobilgeräte, zusätzliche Dashboards und die Bearbeitung von Incidents direkt in der Konsole. On-Prem behältst du dafür die volle Kontrolle über Server, Zertifikate und ein fein abgestuftes Rechtemodell.

Stand: 03.11.2026

Was ist der grundsätzliche Unterschied?

Beide Varianten sind Verwaltungskonsolen für ESET-Schutzprodukte auf Clients und Servern. Der Unterschied liegt darin, wo die Konsole läuft und wer sie betreibt. ESET PROTECT (Cloud) läuft laut ESET in einer von ESET betriebenen Cloud-Umgebung. Um den Betrieb der Konsole kümmert sich also der Hersteller. ESET PROTECT On-Prem installierst du auf eigener physischer oder virtueller Infrastruktur. Dann bist du selbst für Betrieb, Updates und Sicherung des Verwaltungsservers zuständig.

Auf den Endgeräten arbeiten in beiden Fällen dieselben Grundbausteine: der ESET Management Agent, der RD Sensor zum Aufspüren unbekannter Geräte im Netz und das Deployment Tool für die Verteilung.

Du kommst nicht weiter? Wir übernehmen das für dich, meist per Fernwartung. Ruf an: 0541 507 988 08, schreib uns oder buch ein Erstgespräch.

Wie unterscheiden sich Cloud und On-Prem im Detail?

BereichESET PROTECT (Cloud)ESET PROTECT On-Prem
Betriebin der von ESET betriebenen Cloudauf eigener physischer oder virtueller Infrastruktur
Anzahl Gerätebis zu 50.000 Clientsabhängig von der Leistung der Serverhardware
KomponentenManagement Agent, RD Sensor, Deployment Tool, Cloud MDMManagement Agent, RD Sensor, Deployment Tool
Active DirectorySynchronisation über den ESET Active Directory ScannerSynchronisation direkt verfügbar
Mobilgeräteüber Cloud MDM, Android-Registrierung eingeschränktMDM-Komponente seit Januar 2024 End of Life, ab Version 11.1 nicht mehr unterstützt
Zertifikateverwaltet ESETeigene Zertifikate und Zertifizierungsstellen erstellen, importieren und exportieren
Zugriffsrechteim ESET Business Account mit benutzerdefinierten Berechtigungenmandantenfähiges, detailliertes Rechtemodell in der Konsole
Lizenzenvollständig im ESET Business Account, ESET MSP Administrator oder ESET PROTECT Hubteils in der Konsole, teils in den ESET-Portalen
Syslogmehr Optionen, Weiterleitung von Incidents möglicheingeschränkte Optionen, keine Weiterleitung von Incidents

Welche Funktionen gibt es nur in der Cloud?

ESET listet mehrere Funktionen, die nur ESET PROTECT (Cloud) bietet:

  • Dashboards für Statusübersicht, Incidents, Vulnerability & Patch Management und ESET MDR.
  • Eine zentrale Basiskonfiguration wichtiger Einstellungen für das gesamte Netzwerk.
  • Die Untersuchung von Incidents direkt in der Konsole.
  • Eine Übersicht und Bereitstellung der Plattformmodule für zusätzliche Schutzebenen.
  • Eine erweiterte Suche für Open-XDR-Indikatoren.
  • Die Verwaltung von Integrationen und das Aktivieren weiterer Schutzmodule an einer Stelle.

Zu den Zusatzmodulen zählt ESET unter anderem Vulnerability & Patch Management, LiveGuard, Full Disk Encryption, MDR und Cloud Workload Protection. Die Übersicht und Bereitstellung dieser Plattformmodule gibt es laut ESET nur in der Cloud-Konsole.

Was bedeutet das Ende von MDM in On-Prem für dich?

Für viele kleine Unternehmen ist das der wichtigste Punkt. Die MDM-Komponente der On-Prem-Version hat laut ESET im Januar 2024 ihr End of Life erreicht und wird ab Version 11.1 nicht mehr unterstützt. Wer Smartphones und Tablets mit ESET schützen und verwalten will, macht das über Cloud MDM in ESET PROTECT (Cloud). Bei Android ist die Registrierung dort eingeschränkt. Prüfe also vorher, ob deine Geräte und Anforderungen passen.

Wie fügst du Computer jeweils hinzu?

In der Cloud bindest du Rechner über die Active-Directory-Synchronisation, den Bericht des RD Sensors, Installationsskripte für GPO oder SCCM oder eine lokale Installation des Agenten ein. On-Prem kommen diese Wege ebenfalls infrage. Zusätzlich kannst du dort Geräte manuell über „Neues Gerät hinzufügen“ anlegen und den Agenten per Deployment-Task verteilen.

Welche Variante passt zu deinem Unternehmen?

Die Cloud-Variante passt gut, wenn du keinen eigenen Server für die Konsole betreiben willst, mobile Geräte mitverwalten möchtest oder Zusatzfunktionen wie Patch-Management und MDR nutzen willst. Du sparst dir Installation und Pflege des Verwaltungsservers und arbeitest mit den Dashboards, die es nur in der Cloud gibt.

On-Prem kann sinnvoll sein, wenn eigene Zertifikate oder ein detailliertes, mandantenfähiges Rechtemodell gefordert sind, wenn die Konsole aus internen Gründen im eigenen Netz bleiben soll oder wenn du direkt mit dem Active Directory synchronisieren willst. Dafür musst du dich selbst um Server, Datensicherung und Updates kümmern. Wer heute On-Prem nutzt, kann laut ESET auch zur Cloud-Variante migrieren.

So unterstützen wir dich

Wir richten ESET PROTECT für Unternehmen in Osnabrück und Umgebung ein, entfernter per Fernwartung, und übernehmen auf Wunsch auch die laufende Überwachung der Konsole. Bei bestehenden On-Prem-Installationen prüfen wir mit dir, ob sich der Umstieg in die Cloud lohnt. Mehr dazu auf unserer Seite zu Virenschutz für Unternehmen.

Häufige Fragen

Wie viele Geräte kann ESET PROTECT Cloud verwalten?

Laut ESET bis zu 50.000 Client-Geräte. Bei On-Prem hängt die Grenze von der Leistung deiner Serverhardware ab.

Kann ich mit On-Prem noch Smartphones verwalten?

Die MDM-Komponente von On-Prem ist seit Januar 2024 End of Life und ab Version 11.1 nicht mehr unterstützt. Für Mobilgeräte nutzt du Cloud MDM in der Cloud-Variante.

Kann ich von On-Prem in die Cloud wechseln?

Ja, ESET nennt die Migration von On-Prem zu ESET PROTECT (Cloud) ausdrücklich als Möglichkeit.

Wo verwalte ich bei der Cloud Benutzer und Lizenzen?

Im ESET Business Account, bei Dienstleistern im ESET MSP Administrator oder im ESET PROTECT Hub.

Quellen