WSUS wird nicht weiterentwickelt: was das für Updates heißt

Kurz gesagt: Microsoft entwickelt die Windows Server Update Services (WSUS) nicht mehr weiter. WSUS ist damit „deprecated“, aber nicht entfernt: Es ist in Windows Server 2025 weiterhin enthalten, wird für den Produktivbetrieb unterstützt und verteilt weiterhin Updates. Neue Funktionen kommen nicht mehr, und seit dem 28. April 2025 lassen sich keine Treiber mehr über WSUS importieren. Wer Updates zentral steuern will, sollte den Umstieg auf Intune, Windows Autopatch oder Azure Update Manager planen.

Stand: 03.11.2026

Was genau hat Microsoft angekündigt?

In der Liste der Features, die in Windows Server nicht mehr weiterentwickelt werden, steht für Windows Server 2025 der Eintrag zu WSUS mit dem Hinweis, dass WSUS nicht mehr aktiv entwickelt wird und alle bestehenden Funktionen und Inhalte weiterhin verfügbar bleiben. Microsoft erklärt auf derselben Seite, was „deprecated“ bedeutet: Das Feature wird nicht mehr aktiv entwickelt und kann in einer künftigen Version entfernt werden. Es wird aber weiter mit Windows Server ausgeliefert, ist für den Produktivbetrieb unterstützt und erhält Sicherheits- und Qualitätsupdates gemäß Produktlebenszyklus.

„Entfernt“ ist WSUS also ausdrücklich nicht. Entfernt sind in Windows Server 2025 andere Komponenten, etwa der SMTP-Server, der Internet Explorer oder Windows PowerShell 2.0. WSUS steht in der anderen Tabelle.

Du kommst nicht weiter? Wir übernehmen das für dich, meist per Fernwartung. Ruf an: 0541 507 988 08, schreib uns oder buch ein Erstgespräch.

Was heißt das für deine Updates?

  • WSUS funktioniert weiter. Laut heise online verteilt Microsoft weiterhin Updates über WSUS und unterstützt bereits veröffentlichte Inhalte. Auch Microsoft Configuration Manager, der WSUS im Hintergrund nutzt, ist nicht betroffen.
  • Keine neuen Funktionen. Microsoft investiert nicht mehr in WSUS und nimmt keine Feature-Anfragen mehr an.
  • Keine Treiber mehr. Seit dem 28. April 2025 können Treiber nicht mehr über WSUS importiert oder verteilt werden. Für Treiber-Updates verweist Microsoft auf Intune.
  • Lange Restlaufzeit. WSUS ist in Windows Server 2025 enthalten. Mit dem erweiterten Support dieser Version bleibt es laut heise bis 2034 nutzbar.

Kurzfristig musst du also nichts abschalten. Mittelfristig solltest du aber nicht mehr in WSUS investieren, etwa keinen neuen WSUS-Server für einen weiteren Standort aufbauen.

Welche Alternativen nennt Microsoft?

WerkzeugEinsatz
Microsoft IntuneUpdates und Treiber-Updates für Windows-Clients, cloudbasiert, ohne eigenen Server
Windows Autopatchautomatisierte Verteilung von Client-Updates, von Microsoft zusammen mit Intune genannt
Azure Update ManagerPatchen von Servern
Microsoft Configuration Managerbleibt unterstützt, nutzt WSUS weiterhin als Update-Quelle

Für kleine und mittlere Unternehmen ist Intune meist der passende Weg für die Clients, weil es ohne eigenen Server läuft und die Geräte auch im Homeoffice erreicht. Für Server kommt es auf die Umgebung an: Wenige Server lassen sich mit einem Patch-Management im Rahmen von Managed IT gut betreuen, größere Umgebungen profitieren vom Azure Update Manager.

Wie planst du den Umstieg?

  1. Bestand aufnehmen: Welche Geräte holen Updates von WSUS? Welche Gruppen, Freigaberegeln und Wartungsfenster sind konfiguriert?
  2. Clients zuerst: Nimm die Windows-Clients in Intune auf und bilde deine bisherigen WSUS-Gruppen dort nach (Testgruppe, Pilot, alle).
  3. Treiber umstellen: Da WSUS keine Treiber mehr verteilt, richte die Treiberverwaltung in Intune ein oder prüfe die Hersteller-Werkzeuge.
  4. Server regeln: Entscheide je Server, ob er über Azure Update Manager, über ein Patch-Management-Werkzeug oder weiter über WSUS versorgt wird, solange dieser läuft.
  5. WSUS bereinigen: Solange WSUS im Einsatz ist, regelmäßig bereinigen und abgelaufene Updates ablehnen, damit die Datenbank nicht ausufert.
  6. Abschalten: Erst wenn kein Gerät mehr auf WSUS zeigt, die Gruppenrichtlinie für den Update-Server entfernen und den Server außer Betrieb nehmen.

Was hat das mit Patch-Management zu tun?

WSUS war für viele Unternehmen der einzige Ort, an dem Updates zentral freigegeben und kontrolliert wurden. Fällt dieser Ort weg, braucht es einen Ersatz, sonst installieren Geräte Updates unkontrolliert oder gar nicht. Ein Patch-Management im Rahmen von Managed IT übernimmt genau das: Updates für Windows, Server und Drittanbieter-Software werden geprüft, zeitlich gesteuert verteilt und der Erfolg wird überwacht. Der Umstieg von WSUS ist ein guter Zeitpunkt, das Thema als Ganzes neu aufzusetzen.

So unterstützen wir dich

Wir betreuen Unternehmen in Osnabrück und Umgebung beim Wechsel von WSUS auf Intune und beim Patch-Management für Server, per Fernwartung auch darüber hinaus. Für Managed IT gibt es planbare Monatspauschalen, Projekte rechnen wir nach Aufwand ab. Was unser Patch-Management umfasst, liest du auf unserer Seite zu Managed IT für Unternehmen.

Häufige Fragen

Wird WSUS aus Windows Server entfernt?

Nein. WSUS ist in Windows Server 2025 enthalten und wird für den Produktivbetrieb unterstützt. Microsoft stuft es als „nicht mehr weiterentwickelt“ ein, nicht als entfernt.

Bekomme ich über WSUS noch Sicherheitsupdates?

Ja. Microsoft verteilt weiterhin Updates über WSUS. Nur neue Funktionen für WSUS selbst kommen nicht mehr, und Treiber sind seit April 2025 ausgenommen.

Muss ich sofort auf Intune wechseln?

Nein, aber du solltest den Wechsel planen. Neue Investitionen in WSUS lohnen sich nicht mehr.

Was passiert mit Configuration Manager?

Configuration Manager ist von der Abkündigung nicht betroffen und nutzt WSUS weiter als Update-Quelle.

Quellen