Kurz gesagt: Wer eine alte ISDN-Anlage ablöst, muss nicht alle Endgeräte auf einen Schlag austauschen. Mit einer Cloud-Telefonanlage wie pascom laufen neue Arbeitsplätze über SIP, während ein beroNet Gateway Faxgeräte, Türsprechstellen, Notruftelefone und andere analoge oder ISDN-Geräte weiter anbindet. Der Vergleich zeigt, was sich technisch ändert und worauf du beim Umstieg achten musst.
Stand: 03.11.2026
Warum muss die ISDN-Anlage überhaupt weg?
ISDN gilt heute als veraltet. Im pascom Glossar heißt es, dass ISDN in den meisten Ländern abgeschaltet ist oder gerade ausgemustert wird. Viele Unternehmen sind auf IP-Telefonie umgestiegen. Spätestens wenn die alte Anlage ausfällt oder der Anschluss umgestellt wird, steht die Frage nach dem Ersatz.
Du kommst nicht weiter? Wir übernehmen das für dich, meist per Fernwartung. Ruf an: 0541 507 988 08, schreib uns oder buch ein Erstgespräch.
Was ändert sich mit Cloud-Telefonie?
| Thema | Klassische ISDN-Anlage | Cloud-Telefonie mit pascom |
|---|---|---|
| Standort der Anlage | Hardware im eigenen Haus | Telefonanlage läuft als Cloud-Instanz, verwaltet über das mypascom-Portal |
| Amtsleitung | ISDN-Anschluss | SIP-Trunk eines Anbieters oder vorkonfigurierter pascom Trunk |
| Arbeitsplätze | Systemtelefone der Anlage | Softphone im pascom Client für Windows, macOS, Linux, Android und iOS oder IP-Tischtelefone |
| Anrufverteilung | fest programmiert, oft nur durch Techniker änderbar | Teams, Warteschlangen, IVR und Zeitregeln in der Weboberfläche |
| Fax, Tür, Alarm | direkt an der Anlage | über ein Gateway wie beroNet weiter nutzbar |
Der pascom Quick Start zeigt den Ablauf in zehn Schritten: Konto im mypascom-Portal anlegen, Telefonanlage erstellen, Trunk einrichten, Benutzer anlegen, Endgeräte hinzufügen, Teams und Warteschlangen bauen, Anrufabläufe planen, Ansagen hinterlegen, Zeitregeln und Bedingungen setzen und bei Bedarf IVR-Menüs ergänzen.
Was passiert mit Fax, Türsprechstelle und Notruftelefon?
Hier hilft ein beroNet Gateway. Es hängt im LAN, bekommt eine IP-Adresse und stellt vorne Anschlüsse für Telefone, Faxgeräte und andere Geräte bereit. Welche Ports analog oder ISDN sind, hängt von den eingebauten Modulen ab. Über die ISDN-Ports lassen sich auch öffentliche Amtsleitungen anschließen.
pascom unterscheidet zwei Arten, Geräte anzubinden:
- Direkt: Der Anruf bleibt auf dem Gateway und wird nicht in SIP umgewandelt. Das verbessert laut pascom die Faxqualität und erlaubt ISDN-Datenverbindungen, etwa für Onlinebanking, Maschinensteuerung oder Alarmanlagen. Die Telefonanlage sieht diese Anrufe aber nicht, Funktionen wie Zeitregeln oder Weiterleitung nach Zeitüberschreitung greifen nicht. Endgerät und ISDN-Amtsleitung müssen am selben Gateway hängen.
- Über SIP: Der Anruf läuft über die Telefonanlage. Damit stehen alle Funktionen der Anrufsteuerung zur Verfügung. Das ist der Weg für normale Telefone.
Typische direkte Anbindungen sind laut pascom Fax, Türsteuerung, Brandmelder, Notruftelefon und Faxserver.
Was ist bei der Cloud-Variante technisch zu beachten?
- VPN: Eine pascom Cloud-Instanz muss das Gateway per IP erreichen. Dafür ist laut pascom ein VPN zwischen Cloud und Standort nötig. pascom bietet dafür einen VPN Connector.
- Firmware: Ab pascom 18 braucht das beroNet Gateway die Firmware beroNet OS 16.x.
- Netzwerk: Das Gateway holt sich seine Adresse per DHCP. Ohne DHCP nutzt es die Adresse 10.0.0.2. Zum Finden im Netz gibt es das Tool bfdetect, das nur im selben Netzsegment funktioniert.
- Provisionierung: Das Gateway wird in pascom angelegt. Die Provisionierungs-URL trägst du in der Weboberfläche des Gateways ein, mit aktiviertem erweitertem Modus.
- ISDN-Trunks: BRI-Schnittstellen werden im TE-Modus mit PTP eingerichtet. Für Trunks und Anrufregeln gibt es eine Vorlage für das beroNet Gateway.
Schrittweise oder alles auf einmal?
Ein Vorteil des Gateway-Ansatzes: Du kannst in Etappen umstellen. Erst ziehen die Arbeitsplätze auf Softphone oder IP-Telefon um, Fax und Türsprechstelle bleiben über das Gateway erhalten. Später entscheidest du, ob Fax durch eine digitale Lösung ersetzt wird oder ob die alte Türsprechstelle gegen ein IP-Modell getauscht wird. So vermeidest du einen großen Stichtag mit vielen Baustellen gleichzeitig.
Wichtig ist eine vollständige Bestandsaufnahme vorab: Welche Geräte hängen heute an der Anlage, welche davon sind analog, welche ISDN, und welche Funktionen nutzt jemand wirklich? Gerade Alarmanlagen und Aufzugsnotrufe werden gern vergessen.
So unterstützen wir dich
Wir lösen ISDN-Anlagen bei Unternehmen in Osnabrück und Umgebung ab, meist mit pascom und bei Bedarf mit beroNet Gateway für Fax, Tür und Alarm. Als pascom Excellence Partner übernehmen wir Bestandsaufnahme, Portierung und Umstellung. Mehr zu unseren Telefonanlagen und Cloud-Telefonie findest du auf unserer Seite. Für Kosten und Ablauf sprechen wir individuell mit dir. Für Managed IT gibt es planbare Monatspauschalen, Projekte rechnen wir nach Aufwand ab.
Häufige Fragen
Kann ich mein Faxgerät nach dem ISDN-Aus weiter nutzen?
Ja, über ein beroNet Gateway. pascom empfiehlt für Fax die direkte Anbindung am Gateway, weil das die Faxqualität verbessert.
Brauche ich für pascom Cloud ein VPN?
Ja, wenn ein beroNet Gateway vor Ort angebunden wird. Die Cloud-Instanz muss das Gateway per IP erreichen.
Funktionieren Zeitregeln auch für direkt angebundene Geräte?
Nein. Direkt angebundene Anrufe bleiben auf dem Gateway, die Telefonanlage sieht sie nicht.
Muss ich alle Telefone sofort tauschen?
Nein. Viele Unternehmen stellen schrittweise um und binden ältere Geräte übergangsweise über ein Gateway an.
Womit telefonieren die Mitarbeitenden nach dem Umstieg?
Mit dem Softphone im pascom Client am Rechner oder Smartphone oder mit unterstützten IP-Tischtelefonen. pascom empfiehlt die unterstützten Hersteller, weil sie die Einrichtung vereinfachen und alle CTI-Funktionen bieten.
Quellen
- beroNet Gateway (pascom, abgerufen am 03.11.2026)
- Glossar: ISDN (pascom, abgerufen am 03.11.2026)
- Quick Start (pascom, abgerufen am 03.11.2026)
