Kurz gesagt: Eine beschädigte PST-Datei reparierst du mit dem Tool zum Reparieren des Posteingangs, SCANPST.EXE. Du beendest Outlook, startest das Tool aus dem Office-Programmordner, wählst die PST-Datei aus und lässt sie prüfen und reparieren. Mach vorher eine Sicherungskopie der Datei.
Stand: 03.11.2026
Wann solltest du ScanPST verwenden?
Microsoft empfiehlt das Tool zum Reparieren des Posteingangs in diesen Fällen:
- Outlook meldet, dass es deine Datendatei nicht öffnen kann.
- Outlook meldet, dass der Ordnersatz nicht geöffnet werden kann.
- Du vermutest, dass deine Outlook-Datendatei beschädigt ist.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen PST und OST. Eine PST-Datei ist eine lokale Datendatei, etwa ein altes Archiv oder ein POP- oder IMAP-Konto. Eine OST-Datei ist die Offlinekopie eines Exchange- oder Microsoft-365-Postfachs. Für die OST brauchst du keine Reparatur: Laut Microsoft kannst du sie löschen, und Outlook legt sie beim nächsten Start neu an. Die Daten kommen dann wieder vom Server.
Du kommst nicht weiter? Wir übernehmen das für dich, meist per Fernwartung. Ruf an: 0541 507 988 08, schreib uns oder buch ein Erstgespräch.
Was muss ich vor der Reparatur wissen?
- Sicherung zuerst: Microsoft empfiehlt, die vorhandene Datendatei vor dem Start des Tools zu sichern. Kopier die PST-Datei also einmal an einen anderen Ort.
- Nur lokale Dateien: Das Tool verbindet sich nicht mit dem Exchange-Postfach und analysiert keine Daten, die dort liegen. Es sucht nur nach Beschädigungen in der Datei.
- Startet das Tool nicht: Dann rät Microsoft, das Outlook-Programm zu reparieren.
- Nicht alles kommt zurück: Dauerhaft gelöschte oder irreparabel beschädigte Elemente kann das Tool laut Microsoft in manchen Fällen nicht wiederherstellen.
Wo finde ich die PST-Datei?
- Öffne in Outlook Datei > Kontoeinstellungen > Kontoeinstellungen.
- Wechsle auf die Registerkarte Datendateien.
- Dort stehen alle PST- und OST-Dateien mit dem Konto, zu dem sie gehören. Notier dir den Speicherort der betroffenen PST-Datei.
Wie repariere ich die PST-Datei?
- Beende Outlook vollständig.
- Öffne im Explorer den Office-Programmordner. Für Outlook 2016 und 2019 nennt Microsoft den Pfad C:\Program Files (x86)\Microsoft Office\root\Office16. Findest du das Tool dort nicht, such im Explorer nach SCANPST.EXE.
- Starte SCANPST.EXE.
- Klick auf Durchsuchen und wähle die PST-Datei aus. Über Optionen legst du fest, ob ein Protokoll erstellt oder an ein vorhandenes angehängt wird. Standardmäßig legt das Tool ein neues Protokoll an.
- Klick auf Starten, um die Prüfung zu beginnen.
- Findet die Prüfung Fehler, klick auf Reparieren. Im Feld Name der Sicherungsdatei eingeben kannst du Namen und Speicherort der Sicherung ändern, die das Tool dabei anlegt.
- Starte Outlook danach mit dem Profil, zu dem die reparierte Datei gehört.
Laut Microsoft musst du das Tool unter Umständen mehrmals ausführen, bis die Datei repariert ist. Lass es also ruhig ein zweites Mal laufen, wenn die erste Prüfung noch Fehler meldet.
Was passiert nach der Reparatur?
Im Ordnerbereich taucht möglicherweise ein Ordner Wiederhergestellte persönliche Ordner auf. Er enthält deine Standardordner oder einen Ordner Lost and Found. Einige neu erstellte Ordner können leer sein. Im Ordner Elemente ohne Zuordnung landen Ordner und Elemente, die das Tool zwar gerettet hat, aber nicht mehr in die ursprüngliche Struktur einordnen kann.
Microsoft schlägt dann vor, eine neue Outlook-Datendatei anzulegen und die Elemente aus „Lost and Found“ hineinzuziehen. Danach kannst du die Datei mit den wiederhergestellten persönlichen Ordnern samt „Lost and Found“ entfernen.
Wie hole ich Elemente aus der BAK-Datei zurück?
Das Tool legt neben der PST eine Sicherungsdatei mit gleichem Namen und der Endung .bak an. Manchmal stecken darin noch Elemente, die die Reparatur nicht retten konnte.
- Öffne den Ordner, in dem die PST-Datei liegt, und such die .bak-Datei.
- Erstell eine Kopie und benenne sie so um, dass sie auf .bak.pst endet.
- Importier diese Datei mit dem Import/Export-Assistenten von Outlook in die neue PST-Datei.
Wie vermeide ich das künftig?
PST-Dateien auf Netzlaufwerken, in synchronisierten OneDrive-Ordnern oder auf USB-Sticks sind nach unserer Erfahrung besonders anfällig für Beschädigungen. Leg PST-Dateien lokal ab und sichere sie regelmäßig. Noch besser: Archiv-PSTs in ein zentrales E-Mail-Archiv oder in das Microsoft-365-Postfach übernehmen, dann brauchst du sie gar nicht mehr.
So unterstützen wir dich
Wenn eine PST-Datei mit wichtigen Mails nicht mehr aufgeht, retten wir, was zu retten ist, und räumen danach mit dir die Ablage auf. In Osnabrück und Umgebung kommen wir vorbei, sonst helfen wir per Fernwartung. Mehr dazu auf unserer Seite zum IT-Support in Osnabrück.
Häufige Fragen
Kann ich mit ScanPST auch eine OST-Datei reparieren?
Bei einem Exchange-Konto ist das nicht nötig. Du löschst die OST-Datei, und Outlook legt sie beim nächsten Start neu an.
Wie oft muss ich ScanPST ausführen?
So lange, bis keine Fehler mehr gemeldet werden. Microsoft weist darauf hin, dass mehrere Durchläufe nötig sein können.
Wo landen die geretteten Mails?
Im Ordner „Wiederhergestellte persönliche Ordner“, in „Lost and Found“ oder in „Elemente ohne Zuordnung“.
Quellen
- Reparieren von Outlook-Datendateien (PST und OST) (Microsoft, abgerufen am 03.11.2026)
