Kurz gesagt: Ein gehacktes Microsoft-365-Konto erkennst du oft an Kleinigkeiten: E-Mails, die du nie geschrieben hast, Kollegen, die seltsame Nachrichten von dir bekommen, Anmeldewarnungen aus Ländern, in denen du nie warst. In der ersten Stunde zählen vier Schritte: Passwort ändern, alle Sitzungen beenden, Weiterleitungen und Regeln löschen, Mehrfaktor-Anmeldung erzwingen. Danach kommt die Aufarbeitung.
Stand: 03.11.2026
Woran erkennst du einen Kontodiebstahl?
Ungewöhnliche Anmeldungen in den Sicherheitsbenachrichtigungen. Gesendete E-Mails, die nicht von dir stammen, oder ein leerer Ordner „Gesendet“, weil Spuren gelöscht wurden. Neue Posteingangsregeln, die Mails verschieben oder löschen. Weiterleitungen an fremde Adressen. Kunden, die sich über Rechnungen mit anderer Bankverbindung wundern. Und das Klassische: Du kommst nicht mehr in dein Konto, weil das Passwort geändert wurde.
Du kommst nicht weiter? Wir übernehmen das für dich, meist per Fernwartung. Ruf an: 0541 507 988 08, schreib uns oder buch ein Erstgespräch.
Was tust du in der ersten Stunde?
- Ändere das Passwort, von einem sauberen Gerät aus.
- Beende im Microsoft-365-Admin-Center alle Sitzungen des Kontos, sonst bleibt der Angreifer trotz neuem Passwort angemeldet.
- Prüf Posteingangsregeln und Weiterleitungen und lösch sie, auch die versteckten.
- Aktiviere die Mehrfaktor-Anmeldung und prüf die registrierten Authentifizierungsmethoden, denn Angreifer tragen gern eine eigene Telefonnummer ein.
- Sichere die Anmeldeprotokolle, damit später klar ist, was passiert ist.
Was musst du danach prüfen?
Welche Daten konnte der Angreifer sehen? Postfach, OneDrive, SharePoint, Teams. Hat er E-Mails in deinem Namen verschickt, etwa an Kunden mit Zahlungsaufforderungen? Wurden andere Konten angegriffen, weil dein Konto als Absender diente? Hat er Dateien freigegeben oder heruntergeladen? Je nach Ergebnis besteht eine Meldepflicht gegenüber der Datenschutzaufsicht innerhalb von 72 Stunden, und Kunden müssen gewarnt werden.
Wie kam es zum Diebstahl?
Fast immer über Phishing: eine täuschend echte Anmeldeseite, ein Link in einer Mail vom vertrauten Absender. Zunehmend auch über Angriffe, die selbst eine Mehrfaktor-Anmeldung abfangen, wenn diese per SMS oder einfacher Bestätigung läuft. Die Antwort darauf sind phishingresistente Verfahren wie Authenticator mit Nummernabgleich oder Passkeys sowie Anmelderegeln, die unbekannte Geräte und Standorte blockieren.
Wie sicherst du das Konto dauerhaft ab?
Mehrfaktor-Anmeldung für alle, bedingter Zugriff, gesperrte Weiterleitungen, getrennte Admin-Konten, Warnmeldungen, die jemand liest. Das sind die Einstellungen, die wir in einem eigenen Beitrag beschrieben haben. Bei unseren Kunden sind sie Teil der laufenden Betreuung, und genau deshalb bleibt ein Phishing-Klick dort meist ein Klick und kein Vorfall.
So unterstützen wir dich
Wir sperren den Angreifer aus, werten die Protokolle aus und sichern deine Microsoft-365-Umgebung dauerhaft ab. Im Notfall geht das sofort per Fernwartung, in Osnabrück und Umgebung auch vor Ort. Mehr dazu auf unserer Seite zum IT-Support in Osnabrück.
Häufige Fragen
Reicht es, das Passwort zu ändern?
Nein. Bestehende Sitzungen bleiben aktiv, und eingerichtete Weiterleitungen oder Regeln arbeiten weiter. Sitzungen beenden und Regeln prüfen ist Pflicht.
Müssen wir den Vorfall melden?
Wenn personenbezogene Daten betroffen sein können, in der Regel ja: innerhalb von 72 Stunden an die Datenschutzaufsicht. Die Prüfung, ob das der Fall ist, gehört zur Aufarbeitung.
Kann der Angreifer trotz Mehrfaktor-Anmeldung wieder rein?
Wenn er eine eigene Methode hinterlegt hat, ja. Deshalb müssen die registrierten Methoden geprüft und fremde entfernt werden.
Wie schnell kann Team Data helfen?
Im Notfall sofort per Fernwartung. Die ersten Sperrmaßnahmen dauern Minuten, die Aufarbeitung folgt am selben Tag.

