IT-Systemhaus aus Osnabrück
Microsoft Copilot, klare Regeln für den Umgang mit ChatGPT und Schulungen, die im Alltag ankommen. Ohne Buzzword-Bingo und ohne Projekte, die im Sande verlaufen.
In den meisten Unternehmen ist KI längst im Einsatz, nur unkontrolliert. Mitarbeitende nutzen ChatGPT im Browser, kopieren Angebotstexte, Kundendaten oder Vertragsentwürfe hinein und wissen nicht, was damit passiert. Die Frage ist deshalb selten, ob man anfängt, sondern ob man es ordnet, bevor etwas schiefgeht.
1. Regeln aufschreiben. Eine KI-Richtlinie auf zwei Seiten: Welche Werkzeuge sind erlaubt, welche Daten dürfen hinein, welche niemals, wer entscheidet über Ausnahmen, und wie wird gekennzeichnet, was mit KI erstellt wurde. Das ist der Teil, der am wenigsten kostet und am meisten verhindert.
2. Berechtigungen aufräumen. Der unterschätzte Schritt, und der Grund, warum Copilot-Einführungen schiefgehen. Copilot sieht alles, was der jeweilige Nutzer sehen darf. Wenn das Gehaltsverzeichnis auf einer SharePoint-Seite liegt, auf die theoretisch jeder Zugriff hat, findet Copilot es auch. In fast jeder Umgebung, die wir öffnen, gibt es solche Altlasten.
3. Lizenzen richtig wählen. Copilot ist ein Zusatz zu Microsoft 365, kein Ersatz. Welche Variante für wen sinnvoll ist und ob sich der Aufpreis für alle oder nur für bestimmte Rollen lohnt, klären wir vorher, nicht hinterher.
4. Klein anfangen, an echten Aufgaben. Eine Abteilung, zwei bis drei konkrete Anwendungsfälle, vier Wochen. Protokolle zusammenfassen, Angebotstexte vorbereiten, E-Mail-Flut vorsortieren, Auswertungen erklären lassen. Was Nutzen bringt, bleibt. Was nicht, wird abgeschaltet.
5. Schulen, kurz und im Betrieb. Keine Tagesseminare, sondern Einheiten von 60 bis 90 Minuten an den Aufgaben, die die Leute tatsächlich haben. Inklusive der unangenehmen Beispiele: Was passiert, wenn man eine Preisliste in ein öffentliches Werkzeug kopiert.
Die ehrliche Version: Sie ersetzt keine Stelle, sie verkürzt Vorgänge. Textentwürfe statt weißes Blatt, Zusammenfassungen langer Dokumente, Vorsortierung von Anfragen, Recherchen mit Quellenangabe, Übersetzungen, Auswertungen erklären lassen. Wo wirklich Zeit gespart wird, merkt man nach drei Wochen, nicht nach drei Tagen.
Die andere ehrliche Version: In Betrieben, in denen Daten unstrukturiert auf Fileservern liegen und niemand weiß, welche Version aktuell ist, bringt KI zunächst wenig. Dort ist Aufräumen die Voraussetzung, nicht die Lizenz.
Der Unterschied zwischen einem öffentlichen Chatdienst und Copilot in Ihrem Microsoft-Tenant ist erheblich: Wer die Daten verarbeitet, wo sie liegen, ob sie zum Training verwendet werden und wer Zugriff hat. Genau diese Punkte gehören in die Richtlinie und in die Dokumentation, nicht in ein Bauchgefühl. Wenn ein Auftragsverarbeitungsvertrag nötig ist, sagen wir das.
Mehr zu unseren Schulungen steht auf der Seite IT-Schulungen, zur Microsoft-Umgebung unter Microsoft 365.
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Das hängt weniger am Preis als an Ihrer Datenlage. Wenn Dokumente sauber abgelegt und Berechtigungen geordnet sind, bringt Copilot schnell Nutzen. Wenn nicht, ist das Aufräumen der erste Schritt, sonst zahlen Sie für ein Werkzeug, das Unordnung durchsucht.
Das entscheiden Sie, und Sie sollten es schriftlich entscheiden. Ohne Regelung passiert es ohnehin, nur unkontrolliert. Eine Richtlinie auf zwei Seiten klärt, welche Werkzeuge erlaubt sind und welche Daten nie hineingehören.
Nein, Copilot hält sich an die vorhandenen Berechtigungen. Genau das ist das Problem: Wenn Berechtigungen zu weit gefasst sind, zeigt Copilot Dinge, die zwar technisch freigegeben, aber nicht gedacht waren. Deshalb prüfen wir das vorher.
Für Richtlinie, Berechtigungsprüfung und einen Pilotbetrieb mit einer Abteilung rechnen wir mit vier bis acht Wochen. Der Rollout danach hängt an der Zahl der Arbeitsplätze und daran, wie viel geschult wird.
Entscheidend ist, welches Werkzeug in welchem Rahmen läuft. Copilot in Ihrem eigenen Tenant ist etwas anderes als ein öffentlicher Chatdienst im Browser. Wir klären Verarbeitung, Speicherort und Verträge und halten das fest.