DECT mit pascom: Yealink, Gigaset oder Snom

Kurz gesagt: pascom dokumentiert DECT-Systeme von Yealink, Gigaset und Snom. Für kleine Büros mit wenigen Mobilteilen reicht eine Einzelzelle wie die Yealink W52P mit bis zu fünf Mobilteilen. Wer mehrere Etagen oder große Flächen abdecken muss, schaut sich die Multizellen-Lösungen von Gigaset (N870 IP PRO) oder Snom (M700, M900) an.

Stand: 03.11.2026

Welche DECT-Systeme unterstützt pascom?

In der pascom-Dokumentation gibt es eigene Anleitungen für drei Hersteller. Die wichtigsten Eckdaten:

HerstellerGenannte ModelleEinsatzEinrichtung
YealinkW52PEinzelzelle für kleine Unternehmen, bis zu 5 Mobilteileautomatische Provisionierung, setzt DHCP voraus
GigasetN870 IP PRO, N670 IP PROEinzel- oder Multizelle, für mehrere Etagen und große BürosProvisionierungs-URL aus pascom in der Weboberfläche des DECT-Systems eintragen
SnomM700, M900, dazu M400 als EndgerätEinzel- oder MultizelleProvisionierungs-URL aus pascom in der Weboberfläche der Basis eintragen

Welche Modelle aktuell lieferbar sind, ändert sich. Snom verweist in der pascom-Doku auf eine eigene End-of-Life-Liste. Vor einer Anschaffung prüfen wir deshalb immer den aktuellen Stand beim Hersteller.

Du kommst nicht weiter? Wir übernehmen das für dich, meist per Fernwartung. Ruf an: 0541 507 988 08, schreib uns oder buch ein Erstgespräch.

Yealink W52P: die kleine Lösung

Die Yealink W52P beschreibt pascom als DECT-Lösung für kleine Unternehmen. Es gibt eine klare Grenze: höchstens fünf Mobilteile pro Basisstation. Repeater oder Multizelle werden in der Anleitung nicht behandelt.

Die Einrichtung ist einfach. Du schließt die Basis ans Netz an. Ein funktionierender DHCP-Server ist Voraussetzung für die automatische Provisionierung. Nach dem Start erscheint die Basis in der pascom Oberfläche unter „Gateways“ und dort in der „Gateway list“. Danach legst du die Mobilteile an, wählst bei „Connected to“ die Basis aus und ordnest auf dem Reiter „Assignment“ die Benutzer zu. Die Mobilteile setzt du in die Ladeschalen, sie verbinden sich dann automatisch. Manchmal braucht die Basis vorher einen Neustart.

Gigaset N870 IP PRO und N670 IP PRO: Multizelle mit DECT Manager

Die Gigaset-Basen laufen als Einzel- oder Multizellen-System. pascom nennt sie für Unternehmen, die DECT über mehrere Etagen oder in einem großen Büro brauchen. Wichtig bei der Vorbereitung:

  • Die erste Basis braucht die Rolle „Integrator/DECT Manager“. Über sie laufen auch die Daten aus pascom.
  • Weitere Basen im Multizellen-Verbund bekommen die Rolle „Base Station“, das ist die Standardrolle von Gigaset.

Die Einrichtung in pascom läuft so:

  1. DECT-System ans Netz anschließen und die MAC-Adresse von der Basis oder den Begleitpapieren notieren.
  2. In pascom ein neues Gerät vom Typ „DECT Gateway: Gigaset“ anlegen, die MAC-Adresse eintragen und speichern.
  3. Den Job zum Übernehmen der Telefonie in der Job Box oben in der Mitte starten.
  4. In der Geräteliste die Provisionierungs-URL kopieren.
  5. Die URL in der Weboberfläche des DECT-Systems eintragen und das System neu starten.
  6. Mobilteile über „Via Gigaset DECT Gateway: handset“ anlegen, die IPEI eintragen und auf dem Reiter „Assignment“ Benutzer oder Standort zuordnen.

Snom M700 und M900: Kanäle im Blick behalten

Bei Snom nennt pascom konkrete Kanalgrenzen, also wie viele Gespräche gleichzeitig über eine Basis laufen können:

BetriebSchmalband (G.711, G.729, G.726)Breitband (G.722, mit SRTP)
Einzelzelle105
Multizelle84

Für die Einrichtung legst du in pascom ein Gerät vom Typ „SNOM Dect“ mit der MAC-Adresse an, startest den Job und trägst die Provisionierungs-URL in der Weboberfläche der Basis ein. Im Multizellen-Betrieb markierst du alle Basen, klickst auf „Edit“ und legst eine als primäre Basis fest, die anderen als sekundär. Die IPEI eines Mobilteils findest du am Gerät unter Settings und Status. Du brauchst nur den Teil vor dem Doppelpunkt.

Ein Praxistipp aus der Doku: Ältere Snom-Firmware provisioniert manchmal nicht, weil das Feld „Filename“ einen Standardwert enthält. Dann in der Snom-Weboberfläche unter „Management settings“ das Feld leeren.

Welches System passt zu dir?

  • Kleines Büro, ein Raum oder eine Etage, wenige Mobilteile: Eine Einzelzelle reicht. Achte bei der Yealink W52P auf die Grenze von fünf Mobilteilen.
  • Mehrere Etagen, Lager, Werkstatt oder Praxis mit vielen Räumen: Ein Multizellen-System von Gigaset oder Snom.
  • Viele gleichzeitige Gespräche oder HD-Telefonie: Plane die Kanalzahl pro Basis ein. Bei Snom sinkt sie im Breitband- und Multizellen-Betrieb deutlich.

Vor jeder Multizellen-Installation lohnt eine Funkausleuchtung vor Ort. Wände, Decken und Metallregale beeinflussen die Reichweite stärker, als man denkt.

So unterstützen wir dich

Wir planen und installieren DECT-Systeme mit pascom für Büros, Praxen und Betriebe in Osnabrück und Umgebung, inklusive Ausleuchtung, Provisionierung und Zuordnung der Mobilteile. Die passende Hardware findest du auf unserer Seite zu Hardware für Unternehmen. Bestehende Anlagen betreuen wir auch per Fernwartung.

Häufige Fragen

Wie viele Mobilteile verträgt die Yealink W52P?

Laut pascom höchstens fünf Mobilteile pro Basisstation.

Was brauche ich für Multizelle bei Gigaset?

Eine Basis mit der Rolle Integrator/DECT Manager und weitere Basen mit der Rolle Base Station.

Wie viele Gespräche laufen gleichzeitig über eine Snom-Basis?

pascom nennt im Einzelzellen-Betrieb 10 Schmalband- oder 5 Breitbandkanäle, im Multizellen-Betrieb 8 beziehungsweise 4.

Wo finde ich die IPEI eines Mobilteils?

Bei Snom am Mobilteil unter Settings und Status. Du brauchst den Teil vor dem Doppelpunkt.

Quellen