SMC-B beantragen und freischalten: Ablauf für Praxen

Kurz gesagt: Die SMC-B (Praxisausweis) beantragst du als Zahnarztpraxis über das Portal deiner KZV bei einem zugelassenen Kartenanbieter. Die KZV prüft und gibt den Antrag frei, danach kommen Karte und PIN-Brief getrennt per Post. Die Karte musst du beim Anbieter freischalten, und zwar vor dem Installationstermin, sonst geht der Konnektor nicht online.

Stand: 03.11.2026

Was ist die SMC-B und wer gibt sie aus?

Die SMC-B ist die Institutionskarte der Praxis, auch Praxisausweis genannt. Sie weist die Praxis gegenüber der Telematikinfrastruktur (TI) aus. Ohne gesteckte und freigeschaltete SMC-B baut der Konnektor keine Verbindung zur TI auf. Ausgegeben wird sie über die zuständige Körperschaft: Für Zahnarztpraxen ist das die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV), für Arztpraxen die Kassenärztliche Vereinigung (KV). Produziert und versendet wird die Karte von einem von der gematik zugelassenen Kartenanbieter.

Voraussetzung ist ein elektronischer Heilberufsausweis (eHBA) in der Praxis. Die gematik schreibt in ihrer Checkliste ausdrücklich: Ohne HBA-Inhaber kann keine SMC-B beantragt werden. Den eHBA bekommst du über die Zahnärztekammer, also kümmere dich zuerst darum.

Du kommst nicht weiter? Wir übernehmen das für dich, meist per Fernwartung. Ruf an: 0541 507 988 08, schreib uns oder buch ein Erstgespräch.

Wie beantrage ich die SMC-B?

Der Ablauf unterscheidet sich je nach KZV und Kartenanbieter im Detail, folgt aber überall dem gleichen Muster. So läuft es zum Beispiel bei der KZV Land Brandenburg und beim Anbieter medisign:

  1. Im Portal der KZV anmelden. Der Praxisinhaber (bei einem MVZ der zahnärztliche Leiter) meldet sich mit seinen Zugangsdaten im Online-Portal der KZV an und ruft den Antrag für die SMC-B auf, bei der KZVLB unter „Telematikinfrastruktur“ und „Antrag SMC-B Karte“.
  2. Daten prüfen. Das Portal zeigt die bei der KZV hinterlegten Praxisdaten. Stimmen sie nicht, melde das schriftlich an die KZV, bevor du weitermachst. Die Daten werden später automatisch in das Herstellerformular übernommen.
  3. Kartenanbieter wählen. Bestätige die Datenübermittlung und wähle den Anbieter. Du wirst in dessen Antragsportal weitergeleitet, der Antrag ist dort bereits vorausgefüllt.
  4. Herstellerformular ausfüllen. Für jede Karte vergibst du ein Sperrkennwort (bei medisign heißt es Sperr- und Kartenkennwort, mindestens 8 Zeichen). Es wird für die Freischaltung und für eine spätere Sperrung gebraucht und lässt sich nicht zurücksetzen. Geht es verloren, musst du eine neue Karte kaufen.
  5. Identifizieren. Seit dem 1. April 2023 ist eine persönliche Identifizierung Pflicht. Möglich sind POSTIDENT in einer Postfiliale (Coupon aus dem Antrag und Ausweis mitnehmen, bei medisign innerhalb von zwei Wochen) oder POSTIDENT online mit der Online-Ausweisfunktion des Personalausweises per Smartphone.
  6. Antrag abschließen und PDF sichern. Speichere die Antragsbestätigung. Sie enthält unter anderem Vorgangsnummer, Kartenantragsnummer und Sperrkennwort.
  7. Freigabe durch die KZV. Nach der Identifizierung prüft die KZV den Antrag. Erst nach ihrer Freigabe beginnt die Produktion.

Wie schalte ich die SMC-B frei?

  1. Die Karte kommt per Einschreiben an die gewählte Adresse (Praxis oder privat). Der PIN-Brief mit dem Aktivierungscode folgt bei medisign etwa drei Tage später, ebenfalls per Einschreiben.
  2. Melde dich im Antragsportal des Kartenanbieters an und schalte die Karte mit dem Aktivierungscode aus dem PIN-Brief und deinem Sperr- und Kartenkennwort frei. Erst danach kann die Karte in der TI genutzt werden.
  3. Bewahre Karte und PIN-Brief getrennt und vor unbefugtem Zugriff geschützt auf.

Erledige die Freischaltung sofort nach Erhalt. Die gematik empfiehlt, die Karte rechtzeitig vor dem Installationstermin zu beantragen und freizuschalten. Kommt der Techniker und die Karte ist nicht aktiv, ist der Termin verloren.

Was passiert am Installationstag?

Bei der TI-Installation wird die SMC-B in ein Kartenterminal gesteckt. Dort ersetzt du die Transport-PIN durch eine eigene PIN. Diese PIN musst du nach jedem Neustart des Kartenterminals erneut eingeben, damit der Konnektor online gehen kann. Halte am Installationstag außerdem bereit: den PIN-Brief der SMC-B, die Zugangsdaten für Router und Internetanschluss, die Administratorzugänge für Praxisverwaltungssystem und Server sowie die Handbücher von Konnektor und Kartenterminal.

Wie lange gilt die SMC-B?

Die SMC-B ist fünf Jahre ab Produktionsdatum gültig. Die KZV Land Brandenburg empfiehlt, die Folgekarte etwa acht Wochen vor Ablauf zu bestellen. Läuft die Karte ab, bevor die neue freigeschaltet ist, steht die TI still: kein Versichertenstammdatenabgleich, kein KIM, kein eRezept. Trag dir den Ablauf also in den Kalender ein.

So unterstützen wir dich

Wir betreuen Zahnarztpraxen in Osnabrück und Umgebung bei der TI-Anbindung: vom Konnektor über die Kartenterminals bis zur Freischaltung der Karten. Wir sagen dir rechtzeitig, welche Karte wann beantragt werden muss, und richten alles beim Installationstermin ein, vor Ort oder per Fernwartung. Mehr dazu auf unserer Seite IT für Zahnarztpraxen.

Häufige Fragen

Brauche ich erst den eHBA, bevor ich die SMC-B beantragen kann?

Ja. Laut gematik-Checkliste braucht die Praxis einen HBA-Inhaber, sonst kann keine SMC-B beantragt werden. Beantrage den eHBA also zuerst bei der Zahnärztekammer.

Wer gibt die SMC-B für Zahnärzte frei?

Die KZV. Der Antrag startet in ihrem Portal, und sie prüft nach der Identifizierung, ob die Angaben mit ihren Daten übereinstimmen. Erst dann produziert der Kartenanbieter die Karte.

Was mache ich, wenn ich das Sperrkennwort verloren habe?

Das Kennwort lässt sich nicht zurücksetzen. Du brauchst dann eine neue, kostenpflichtige Karte. Bewahre die Antrags-PDF deshalb sicher auf.

Ist die Karte nach dem Einstecken sofort nutzbar?

Nein. Sie muss vorher im Portal des Kartenanbieters mit dem Aktivierungscode aus dem PIN-Brief freigeschaltet werden. Danach wird am Kartenterminal die Transport-PIN durch eine eigene PIN ersetzt.

Quellen