Microsoft 365 Backup mit Carbonite: was gesichert wird

Kurz gesagt: Carbonite Backup für Microsoft 365, das über die TERRA CLOUD angeboten wird, sichert Exchange Online, OneDrive, SharePoint Online, Microsoft-365-Gruppen und Teams, dazu unter anderem Teams-Chats, Planner, öffentliche Ordner und Project Online. Gesichert wird bis zu viermal täglich, die Aufbewahrungsfrist beträgt laut TERRA CLOUD Wiki 365 Tage. Einige Bereiche wie Teams-Chats haben eigene Voraussetzungen, die du vor dem Start kennen solltest.

Stand: 03.11.2026

Warum braucht Microsoft 365 überhaupt ein eigenes Backup?

Microsoft betreibt die Dienste hochverfügbar, aber Verfügbarkeit ist nicht dasselbe wie eine Sicherung, die dir gehört. Wird eine Datei in OneDrive versehentlich überschrieben, ein Postfach nach dem Austritt eines Mitarbeiters gelöscht oder ein SharePoint-Bereich durch Schadsoftware verschlüsselt, brauchst du einen Stand von gestern oder letzter Woche, den du gezielt zurückholen kannst. Genau dafür ist ein separates Microsoft-365-Backup gedacht: Die Daten liegen in einem zweiten System, unabhängig vom Tenant.

Carbonite Backup für Microsoft 365 ist eine solche Lösung. Die TERRA CLOUD stellt sie für ihre Partner bereit, verwaltet wird sie über das Endpoint Portal von Carbonite. Dort gibt es die Bereiche Backup, Wiederherstellen, Datenverwaltung, Berichterstattung, Job Monitor und Einstellungen.

Du kommst nicht weiter? Wir übernehmen das für dich, meist per Fernwartung. Ruf an: 0541 507 988 08, schreib uns oder buch ein Erstgespräch.

Welche Microsoft-365-Daten sichert Carbonite?

Das TERRA CLOUD Wiki listet folgende Objekttypen auf, die gesichert werden können:

  • Exchange Online: Postfächer mit E-Mails, Kalender und Kontakten.
  • Öffentliche Ordner in Exchange.
  • OneDrive: die persönlichen Dateien der Benutzer, dazu Dateien, die in Teams-Chats verschickt wurden.
  • SharePoint Online: Websites und Dokumentbibliotheken.
  • Microsoft-365-Gruppen und Teams, inklusive Kanalnachrichten.
  • Teams-Chat: Chats zwischen Benutzern.
  • Project Online, Viva Engage, Power BI und Power Automate.

Planner und OneNote sind keine eigenen Objekttypen. Planner aktivierst du über ein Kontrollkästchen im Endpoint Portal, die Pläne werden dann zusammen mit den Microsoft-365-Gruppen beziehungsweise Teams gesichert. OneNote-Notizbücher sind in den Objekten enthalten, in denen sie liegen, also zum Beispiel in OneDrive oder SharePoint. Bei der Wiederherstellung lassen sie sich laut Wiki von der Notizbuch- bis zur Abschnittsebene zurückholen.

Was hat Einschränkungen oder eigene Voraussetzungen?

Nicht alles funktioniert ohne Zusatzaufwand. Das Wiki nennt diese Punkte:

  • Teams-Chat umfasst nur Chats von Benutzer zu Benutzer. Kanalnachrichten laufen unter dem Objekttyp Teams, verschickte Dateien unter OneDrive. Für die Chatsicherung brauchst du ein Azure-Abonnement, weil die dafür genutzte Graph API kostenpflichtig ist, und eine benutzerdefinierte Azure-App mit allen Berechtigungen.
  • Project Online wird nur mit einem Dienstkonto unterstützt, nicht mit dem App-Profil.
  • Viva Engage, Kanalunterhaltungen von Teams, Power BI und Power Automate benötigen die Berechtigung „Delegierte App“.
  • Öffentliche Ordner brauchen ein Identitätswechselkonto mit Exchange-Lizenz, das Mitglied der Besitzergruppe der Ordner ist.
  • Für die einzelnen Objekttypen müssen die passenden Microsoft-365-Lizenzen vorhanden sein, etwa Exchange für Postfächer und öffentliche Ordner oder Planner und Project Online für die jeweiligen Objekte.

Wichtig für die Praxis: Ändert sich das Kennwort des Dienstkontos oder ändern sich die Berechtigungen, musst du App-Profil oder Dienstkonto neu autorisieren. Sonst laufen die Sicherungen ins Leere.

Wie oft wird gesichert und wie lange bleiben die Daten?

Laut TERRA CLOUD Wiki können die Daten bis zu viermal täglich automatisch gesichert werden. Zeitpunkt und Häufigkeit legst du im Endpoint Portal je Objekttyp fest. Zusätzlich läuft einmal täglich ein Scan zu einer frei wählbaren Uhrzeit. Er erkennt neue Benutzer, Websites oder Teams, sichert dabei aber nichts.

Die Aufbewahrungsfrist beträgt 365 Tage. Überschreiten Sicherungen diesen Zeitraum, verschickt das System eine rein informative E-Mail namens „Benachrichtigung der Datenaufbewahrung“. Speicher- und Aufbewahrungsangaben lassen sich nach der Einrichtung nicht mehr ändern.

Läuft die Lizenz aus, bleiben die Daten noch höchstens 60 Tage erhalten. Danach sind weder Sicherungen noch Wiederherstellungen möglich. Wer den Dienst beendet, sollte also vorher klären, ob noch Daten exportiert werden müssen.

Wo liegen die gesicherten Daten?

Carbonite speichert die Sicherungen in Azure-Rechenzentren. Das Wiki nennt als wählbare Regionen Australien (New South Wales), Frankreich (Paris), Großbritannien (London), Indien (Pune), Kanada (Toronto) und USA (Virginia). Eine Region in Deutschland ist dort nicht aufgeführt. Für Unternehmen in der EU ist meist Frankreich (Paris) die naheliegende Wahl, die Entscheidung gehört aber in dein Datenschutzkonzept.

Ganz wichtig: Das Rechenzentrum lässt sich nach der Einladung des Tenants nicht mehr ändern. Eine Korrektur erfordert laut Wiki die Löschung des Tenants. Die Region sollte also vor dem Start feststehen.

Wie läuft die Einrichtung ab?

  1. Den Master-Zugang über die Einladungsmail aktivieren.
  2. Den Microsoft-365-Tenant einladen. Empfohlen wird ein globaler Administrator, alternativ ein lokales Konto oder ein Autorisierungslink.
  3. Die Authentifizierung wählen: App-Profil (für die meisten Fälle empfohlen) oder Dienstkonto.
  4. Ein Scanprofil im Express- oder Erweiterten Modus anlegen.
  5. Im Endpoint Portal Sicherungsfrequenz und E-Mail-Benachrichtigungen je Objekttyp einstellen.

Beim Abonnement empfiehlt das Wiki ein reguläres Abonnement. Eine Testlizenz ist auf fünf Benutzer begrenzt, und der Abonnementtyp lässt sich nachträglich nicht ändern.

Wie kommst du im Ernstfall an die Daten?

Im Bereich Wiederherstellen gibt es eine einfache Suche nach Name, Zeitraum, Ebene sowie Benutzer, SharePoint-URL oder Gruppenname und einen Kalendermodus, in dem du einen Sicherungsstand nach Datum auswählst. Für Exchange, SharePoint, OneDrive, Microsoft-365-Gruppen und Project Online gibt es zusätzlich einen Export, standardmäßig bis zu 100 GB pro Monat. Unter Datenverwaltung kannst du einzelne Sicherungsdaten löschen, etwa wenn eine betroffene Person nach DSGVO die Löschung verlangt. Das ist für Exchange und OneDrive vorgesehen.

So unterstützen wir dich

Als TERRA CLOUD Partner richten wir die Sicherung deines Tenants ein, wählen mit dir die Region und die Objekttypen und prüfen, ob Sonderfälle wie Teams-Chats oder öffentliche Ordner nötig sind. Danach behalten wir Jobs und Benachrichtigungen im Blick und testen Wiederherstellungen. Mehr dazu findest du auf unserer Seite zum Microsoft 365 Backup für Unternehmen in Osnabrück. Vor Ort sind wir in Osnabrück und Umgebung, alle anderen betreuen wir per Fernwartung.

Häufige Fragen

Sichert Carbonite auch Teams-Chats?

Ja, aber nur Chats zwischen Benutzern und nur mit einem Azure-Abonnement für die kostenpflichtige Graph API und einer eigenen Azure-App. Kanalnachrichten werden über den Objekttyp Teams gesichert.

Wie lange werden die Sicherungen aufbewahrt?

Das TERRA CLOUD Wiki nennt eine Aufbewahrungsfrist von 365 Tagen. Nach Ablauf der Lizenz bleiben die Daten noch maximal 60 Tage erhalten.

Kann ich das Rechenzentrum später wechseln?

Nein. Die Region ist nach der Einladung des Tenants festgelegt. Ein Wechsel geht nur über die Löschung des Tenants und eine neue Einrichtung.

Werden OneNote-Notizbücher gesichert?

Ja, als Teil des Speicherorts, in dem sie liegen, also OneDrive, SharePoint oder Gruppen. Wiederherstellen kannst du sie bis auf Abschnittsebene.

Quellen