Copilot oder ChatGPT im Unternehmen: Welches KI-Werkzeug zu wem passt

Copilot oder ChatGPT im Unternehmen: Welches KI-Werkzeug zu wem passt

Für Unternehmen, die mit Microsoft 365 arbeiten, ist Copilot in den meisten Fällen die bessere Wahl, weil er mit den eigenen E-Mails, Dokumenten und Besprechungen arbeitet und die Daten im Unternehmen bleiben. ChatGPT spielt seine Stärke aus, wenn es um freies Schreiben, Recherche oder Aufgaben außerhalb der Microsoft-Welt geht, und braucht dann ein Firmenkonto mit geprüfter Datenverarbeitung. Viele Unternehmen nutzen beides, nur für unterschiedliche Aufgaben.

Der entscheidende Unterschied: Zugriff auf Ihre Daten

Copilot kennt, was Sie in Microsoft 365 haben: die Mail von gestern, das Angebot aus SharePoint, das Protokoll aus Teams. Er beantwortet Fragen wie „Was haben wir dem Kunden im März zugesagt?“ aus Ihren eigenen Unterlagen, und zwar nur aus denen, auf die der jeweilige Mitarbeiter ohnehin Zugriff hat. ChatGPT kennt Ihre Daten nicht, außer Sie geben sie ein. Das macht ChatGPT flexibler und Copilot sicherer.

Datenschutz und Vertragslage

Copilot läuft innerhalb Ihres Microsoft-365-Vertrags, die bestehende Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung deckt ihn ab, Eingaben werden nicht zum Training verwendet. Bei ChatGPT ist entscheidend, welche Variante Sie nutzen: Private Konten sind für Firmendaten ungeeignet. Die Unternehmensvarianten bieten vertragliche Zusicherungen, müssen aber gesondert geprüft und beschafft werden.

Wo Copilot stark ist

Zusammenfassen langer E-Mail-Verläufe, Besprechungsprotokolle aus Teams, Entwürfe in Word auf Basis vorhandener Dokumente, Auswertungen in Excel, Präsentationen aus einem Konzept. Alles, was mit Ihren eigenen Inhalten zu tun hat.

Wo ChatGPT stark ist

Freies Texten ohne Vorlage, Ideensammlungen, Erklärungen zu Fachthemen, Programmieren, Übersetzungen, Bildgenerierung. Und bei Aufgaben, die nichts mit Microsoft-Anwendungen zu tun haben.

Kosten und Einführung

Copilot wird pro Nutzer und Monat zusätzlich zur Microsoft-365-Lizenz berechnet, in der Regel für ausgewählte Mitarbeiter, nicht für alle. Die Unternehmensvarianten von ChatGPT liegen preislich in ähnlicher Größenordnung. Wichtiger als der Preis ist die Einführung: Freigabe, Datenregeln, kurze Schulung. Ohne die bleibt jedes Werkzeug ungenutzt oder wird falsch genutzt.

Unsere Empfehlung für den Mittelstand

Copilot für alle, die täglich in Outlook, Teams, Word und Excel arbeiten, zunächst für eine Pilotgruppe. ChatGPT im Firmenkonto nur dort, wo ein konkreter Bedarf außerhalb von Microsoft 365 besteht. In beiden Fällen: eine KI-Richtlinie, die sagt, was hinein darf und was nicht.

Häufige Fragen

Kann Copilot alles, was ChatGPT kann?

Nein. Beim freien Schreiben und bei Fachwissen ohne Bezug zu Ihren Daten ist ChatGPT oft flexibler. Beim Arbeiten mit Ihren eigenen Inhalten ist Copilot deutlich im Vorteil.

Sieht Copilot alle Dokumente im Unternehmen?

Nur die, auf die der jeweilige Mitarbeiter Zugriff hat. Deshalb sollten vor der Einführung die Freigaben in SharePoint und OneDrive geprüft werden.

Brauchen wir eine bestimmte Lizenz?

Copilot setzt eine Microsoft-365-Business- oder Enterprise-Lizenz voraus und wird zusätzlich lizenziert. Welche Kombination passt, klären wir in der Bestandsaufnahme.

Kann man mit einer Pilotgruppe starten?

Ja, das empfehlen wir. Fünf bis zehn Nutzer, vier Wochen, dann Auswertung, ob sich der Einsatz lohnt.

KI-Werkzeug auswählen

Wir prüfen Ihre Microsoft-365-Umgebung, richten Copilot ein und begleiten die Pilotphase. Team Data GmbH, Microsoft-365-Partner aus Osnabrück.

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