Am 31. Oktober 2026 liefert Microsoft die letzten Sicherheitsupdates für Exchange Server 2016 und Exchange Server 2019 aus – danach ist endgültig Schluss, eine weitere Verlängerung wird es nicht geben. Wer seine E-Mails dann noch über einen dieser Server betreibt, arbeitet mit einem ungeschützten System, das direkt am Internet hängt. Für die Migration bleiben nur noch wenige Wochen – wir zeigen, welche Optionen es gibt.
Was genau endet im Oktober 2026?
Der reguläre Support für Exchange 2016 und 2019 ist bereits am 14. Oktober 2025 ausgelaufen. Microsoft hat betroffenen Unternehmen danach ein kostenpflichtiges Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) angeboten – als Überbrückung, nicht als Dauerlösung. Dieses Programm endet am 31. Oktober 2026, und Microsoft hat klargestellt: Eine dritte Verlängerungsrunde wird es nicht geben. Ab November 2026 erhält kein Exchange 2016 oder 2019 mehr Updates – auch nicht gegen Bezahlung.
Was passiert, wenn wir den Server einfach weiterlaufen lassen?
Exchange-Server gehören zu den am häufigsten angegriffenen Systemen überhaupt – Sicherheitslücken wie Hafnium oder ProxyShell haben in den vergangenen Jahren zehntausende Unternehmen getroffen, oft innerhalb weniger Tage nach Bekanntwerden der Lücke. Ohne Updates bleibt jede neu entdeckte Schwachstelle dauerhaft offen. Dazu kommen handfeste Folgeprobleme: Cyberversicherungen fragen den Update-Stand ab und können im Schadensfall die Leistung kürzen, und wer personenbezogene Daten über ein System ohne Sicherheitsupdates verarbeitet, bekommt auch mit der DSGVO ein Problem.
Welche Optionen gibt es?
Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen ist der Wechsel zu Microsoft 365 mit Exchange Online der sinnvollste Weg: keine eigene Server-Hardware mehr, Updates und Verfügbarkeit liegen bei Microsoft, und die Postfächer lassen sich im laufenden Betrieb umziehen. Wer aus regulatorischen oder technischen Gründen einen Server im eigenen Haus braucht, kann auf die Exchange Server Subscription Edition (SE) wechseln – die einzige On-Premises-Version, die Microsoft weiterhin mit Updates versorgt. Auch ein Hybrid-Betrieb aus beidem ist möglich. Welcher Weg passt, hängt von Postfachzahl, Branche und vorhandener Infrastruktur ab.
Wie lange dauert eine Migration – und was kostet sie?
Eine typische Migration für ein KMU dauert inklusive Planung, Postfach-Umzug und Umstellung der Endgeräte einige Wochen – je nach Datenmenge und Sonderfällen wie öffentlichen Ordnern oder Archivpostfächern. Wer erst im Oktober startet, migriert unter Zeitdruck und ohne Puffer für Überraschungen. Die Kosten rechnen wir transparent nach Aufwand ab; den anschließenden Betrieb übernehmen wir auf Wunsch im Rahmen unserer Managed-IT-Betreuung zu planbaren Monatspauschalen. Ehrlich gesagt: Eine Migration löst nicht automatisch alle Themen – E-Mail-Archivierung und Backup müssen separat geregelt werden, auch in der Cloud.
Die Migration und den laufenden Betrieb übernehmen wir als Ihr IT-Service in Osnabrück und Umgebung – schnelle Hilfe vor Ort und aus der Ferne.
Häufige Fragen
Bis wann bekommt Exchange 2016/2019 noch Updates?
Die letzten Sicherheitsupdates liefert Microsoft im Oktober 2026 im Rahmen des kostenpflichtigen ESU-Programms aus. Danach gibt es keine Updates mehr, auch nicht gegen Bezahlung. Der reguläre Support endete bereits im Oktober 2025.
Ist Exchange Online oder ein eigener Server besser?
Für die meisten KMU ist Exchange Online (Microsoft 365) die wirtschaftlichere und sicherere Wahl, weil Hardware, Updates und Verfügbarkeit entfallen. Ein eigener Server (Exchange SE) lohnt sich nur bei besonderen regulatorischen oder technischen Anforderungen.
Wie lange dauert der Umzug zu Exchange Online?
Je nach Postfachzahl und Datenmenge typischerweise einige Wochen inklusive Planung und Umstellung der Endgeräte. Der Postfach-Umzug selbst läuft im Hintergrund, die Arbeitsunterbrechung pro Nutzer ist minimal.
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